Der Herbst kann kommen… Huch, er ist schon da!

 

DSC_0995.jpgRegelmäßig, zu Beginn der wetterbedingt kälteren Jahreszeit, habe ich mich mit der Suche nach der optimalen Jacke begeben und mehr oder weniger erfolgreich ein Teil erbeutet. Oder auch nicht. Gefällt mir ein Teil, dann passe ich nicht in die Konfektionsnorm, weil ich zu groß und zu dünn bin. Was zur Folge hat, dass entweder die Ärmel zu kurz sind oder es am Körper so weit ist, dass ich noch jemanden unter die Jacke nehmen könnte. Und die Teile, die dann vielleicht passen, die sind nicht so meins. Daher habe ich diesen Sommer beschlossen, mein bisher größtes Projekt anzugehen – eine Übergangsjacke! Einsatzgebiete: Kind im Auto zum Kindergarten bringen, weiter im Auto zur Arbeit fahren, 5m bis ins Büro laufen. Und mittags der gleiche Ablauf in umgekehrter Reihenfolge. Zudem sollte eine Kapuze dran sein, da ich bei minimal feuchtem Wetter Locken bekomme. Und das ist nicht niedlich! Dazu hätte ich gerne ein Oversizemodell, wo ich notfalls einen dicken Pulli oder auch einen Blazer drunter anziehen kann.

Nach einigem Suchen bin ich über die Große KAJA von Goldkrönchen gestolpert. Das Titelbild fand ich super, einige Nähbeispiele haben mich zwar etwas skeptisch gemacht, ob das wirklich das ist, was ich will. Augen zu und durch. Mit Materialkosten von ca. 60 Euro wäre ein Fehlschlag etwas schmerzhaft. Aber Billigstoff bei Billigstdiscountern zum Probenähen  kaufen finde ich unnötige Verschwendung. Außerdem möchte ich diese Läden mit meinem Kauf nicht noch unterstützen. Also ran, Innenjacke zuerst genäht, als ganz ok befunden und dann an den Cordstoff gemacht. Dabei habe ich das unterschiedliche Verhalten von elastischem Jerseyinnenstoff und festerem Cordaußenstoff unterschätzt. Die Innenjacke war irgendwie größer?! Gekürzt habe ich dann aber nur in der Gesamtlänge und an den Ärmeln, der Rest hat sich von selbst in Luft aufgelöst.

Bei der Verschlussvariante habe ich länger überlegt. Lösung A mit Bindeband hat mich abgeschreckt, weil ich ungern ein Loch in die Rückseite machen wollte oder einen Streifen aufnähen wollte. Hatte zwar schon Segeltau im Baumarkt organisiert, aber die Trockenprobe entsprach nicht meinen Vorstellungen. Schließlich möchte ich die Jacke auch mal offen tragen und dann bammelt der Gurt/das Seil da immer so rum. Lösung B mit Knöpfen. Angehalten, sah etwas sackig aus und die Jacke fiel auch nicht so wie ich wollte. Lösung C Reißverschluss habe ich nur kurz angedacht und nicht weiter verfolgt. Mir schoß dagegen die Idee durch den Kopf, die komplette Jacke wieder in die Einzelteile zu zerlegen, kurz und kräftig zu heulen und ein anderes Schnittmuster zu nehmen. Eine Nacht darüber geschlafen und mich der Sache wieder angenommen. Innen an den Außenstoff einen Tunnel genäht und ein Gummiband eingebaut. Jeder Profi würde über die Machart wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Egal, man sieht es nicht und es hält. Ansonsten Lösung D gar keinen Verschluss. Dabei bin ich jetzt erstmal geblieben. Und das Beste zum Schluss – es ist das Teil, für das ich bisher am meisten Komplimente bekommen habe! Von ganz unterschiedlichen Personen. Und das, ohne Hinweis, dass ich das selbst gemacht habe. Da kamen erst die interessierten Blicke, dann mal ein Griff ans Material und die Frage „Die ist ja cool! Woher hast Du DIE denn?“ Selbstgemacht! Von mir! Ha!

Facts:
GroßeKAJA von Goldkrönchen
Gr. 40-44
Schnittmuster gekauft bei Makerist
Breitcord grau von Stoff4you.de
Stretchjersey Lines grau von Micha’s Stoffecke (Eigenproduktion)

Ahoi, eine stolze Julia

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